#top

KINDER für KINDER

Aktualisiert am 09.02.2021

DATENSCHUTZ

IMPRESSUM

20*C+M+B+21


Die seit einem Jahr weltweit grassierende Coraona-Pandemie und die daraus resultierenden staatlichen Festlegungen zwang das Sternsinger-Team zu einem anderen wie bisher gewohnten Ablauf. Dazu schrieb das Team in der Vorbereitung:


„Sternsinger anders: Wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen! Aber wir wollen auch keine Risiken für Sie, die Kinder und uns eingehen. Deshalb übernehmen zur diesjährigen Sternsinger-Aktion die Erwachsenen die Besuche und bringen den Segen (selbstverständlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln). Bitte unterstützen Sie auch in diesem Jahr die Hermsdorfer Aktion, um Kindern in Krisengebieten helfen zu können, indem Sie uns mitteilen, dass Sie besucht werden möchten. Bleiben Sie gesund!“


Unter diesen Bedingungen startete die Hermsdorfer Sternsinger-Aktion 2021 in den ersten Januartagen.




Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit…


…so der Leitspruch für die Sternsinger-Aktion 2021. Auf dem Plakat zum Anliegen der Aktion 2021 schauen zwei Kinder einem Auto hinterher. Sie sind sicherlich Geschwister. Im Auto sitzen vielleicht Mama oder Papa oder vielleicht auch alle beide. Sie sind unterwegs zu Verdienstmöglichkeiten, meistens westlich ihrer Heimat. Es bedeutet schmerzliche Trennung auf Zeit, Verzicht auf die familiäre Geborgenheit für alle, die diesen Weg gehen müssen.  Kindern nicht nur Halt geben, vielmehr auch Hoffnung für die Zukunft in ihrem persönlichen Leben. Geborgenheit durch Solidarität, Nähe durch Hilfsprojekte trotz weiter Entfernungen.


Eine besondere Nähe erfuhren auch alle, die stellvertretend für die Sternsinger-Gruppen als Segensboten unterwegs waren. Dazu schreibt einer von ihnen:


2021 - Dreikönigssingen in Corona-Zeiten


Bethlehem – zwei Menschen unterwegs, auf Hilfe angewiesen, verschlossene Türen, allein, abgeschieden - und dann ein Licht …


Über zweitausend Jahre später: In ganz Deutschland gelten seit November neue Corona-Regeln. Es sind die Tage, in denen die Vorbereitungen zur nächsten Sternsingeraktion beginnen. Was sind kreative und sichere Lösungen? Wer ist zu begeistern, macht mit? Im Kreis der Vorbereitenden werden Lösungen gefunden, variiert und verworfen, Vorgaben ausgelotet – und es bleiben viele Fragen und Skepsis. In drei Punkten hingegen bestand Einigkeit: Die Menschen dieser Tage brauchen eine frohe Botschaft, die Heimstätten den Segen und die in Not lebenden Kinder der Welt die Unterstützung des Kindermissionswerkes.


Schnell war klar – Singen geht nicht, Kindergruppen ebenso nicht, aber der Besuch eines Erwachsenen, medizinische Maske, Einhaltung der Abstandregel, das Haus nicht betreten, - Ideen, die Anklang fanden. Alle erwachsenen Betreuer waren bereit, auch in 2021 ihre Tour zu laufen. Ein Tütchen mit kleiner schriftlicher Andacht, ein wenig Weihwasser, Aufkleber und Spendenkuvert wurden in der Pfarrei vorbereitet und im Neujahrsgottesdienst am 01. Januar von Pfr. Tober in Hermsdorf gesegnet. Und dann gingen wir los, ein wenig mit gemischten Gefühlen – werden sich die Türen für uns öffnen?


Ein jeder wollte seinen „Besuch“ individuell gestalten, mit einem besonderen Segensspruch, einem Lied vom Player, Informationen zur diesjährigen Unterstützung des Missionswerkes für zurück-gelassene Kinder in der Ukraine, deren Eltern zum Arbeiten ins Ausland gehen, weil sie in der Heimat keine Arbeit finden.


Nach all den Vorbehalten war es bereits an der ersten Tür ein echtes Erlebnis, ein Leuchten in den Augen, ein verwundertes „Ach, ihr kommt doch!“ und meist ein dankbares „Schön, dass ihr da seid!“ Echte Herzensmomente, die auch den Besuchenden ein Geschenk waren.


Würde man es bei den etwas Älteren am ehesten erwarten, so waren auch die Jüngeren dankbar, für den Segen, ein paar Informationen aus der Gemeinde, die Tochter, die der erkrankten Mutter davon berichten würde, die Rentnerin, der die Spende eine Herzenssache, der Weg zur Bank aber eine Last und Online-Banking ein Graus ist. Wir spürten auch Unsicherheit – Kommt das Geld da an, wofür es bestimmt ist? Da überzeugt ein Gesicht, das sich seit vielen Jahren, auch bei Wind und Wetter „dafür Zeit nimmt“, mehr als ein paar Worte.


Nach dem 6. Januar ist vor der nächsten Sternsingeraktion, und so war es beruhigend, dass Rosa, Victor und andere Kinder sich schon heute darauf freuen, im Januar 2022, wieder mit Umhang, Krone und goldenem Stern, (hoffentlich) singend von Haus zu Haus zu ziehen.


Unser Dank den Spendenden, den Besuchenden und den Organisatoren - damit es Kindern besser gehen kann - Segen, Zuversicht und Gemeinschaftssinn im Holzland wurden verbreitet – circa 3.400 Euro kamen so dem Kindermissionswerk zugute - „Christus mansionem benedicat“ - 20*C+M+B+21.

H. Z., ein Besuchender


*   *   *


VISUALIESIERUNGEN





Im Neujahrsgottesdienst am 1. Januar wurden durch den Eisenberger Pfarrer Andreas Tober für die Sternsinger von „St. Josef“ Weihwasser, Kreide und der Schriftzug 20*C+M+B+21 gesegnet.




Wo sonst die Sternsinger sich um den Altar versammeln und sich in einer Andacht fit machen für die Aussendung, standen diesmal Tüten auf dem Boden mit den Dingen zur Wohnungs- oder Haussegnung.


Auch konnten in diesem Jahr aus Bedenken zur Corona-Situation die Häuser und Wohnungen durch deren Bewohner selbst gesegnet werden. Dazu bekamen sie die Dinge von den Helfern überreicht, wie hier von Stefan Posselt, einer der Helfer, mit Mund- und Nasenschutz, ganz den Empfehlungen bei Begegnungen entsprechend.  


In einer besonderen Andachtsform wurde dann von Wohnungsinhabern der Segensstreifen an der Tür angebracht oder mit Kreide auf die Tür geschrieben.



REFLEXIONEN - ÜBER DIE JAHRE HINWEG


Gelebte Ökumene

Die Sternsinger-Aktion wird von der katholischen Gemeinde „St. Josef“ getragen. Sie wird seit Beginn von den christlichen Gemeinden von Hermsdorf und Bad Klosterlausnitz in vielfältiger Weise unterstützt.

Kinder und Helfer bilden in den Gruppen eine Einheit im Glauben sowie im gemeinsamen Anliegen der Aktion und sind seither stets „ökumenisch gemischt“. Dabei ergeben sich gute Ansatzpunkte des Kennenlernens.

Die Bilder: Aussendungsgottesdienst 2012 (li), gestaltet von Gemeindereferentin Rose-Marie Zein, katholische Pfarrei St.Josef und Pfarrer Dr. Ulrich Wolf, Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Salvator. Auf der Segenstour (re), Pastor Höring von der FeG mit Ehefrau bekommen auch von Kindern aus ihrer Gemeinde Wünsche der Sternsinger übermittelt (hier 2016).



Freude im Altenheim

Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Sternsinger in den Alten- und Pflegeheimen im Gebiet der Gemeinde St. Josef, hier die Gruppe mit Gerda Steppeler 2012 im Pflegeheim „Auf der Tesse“ in Kraftsdorf. Die Kinder erfahren dabei die Nähe zu älteren Menschen, die ihre Großeltern sein könnten.

Zu den Besuchten gehörte einst eine Frau aus der Gruppe der ältesten Gemeindemitglieder, die mittlerweile ihr Leben vollendet hat und mit dem Sternsingerbesuch sicherlich eine Brücke zu ihren vergangenen Jahren im eigenen Haus schlagen konnte.




Gesellschaftliche Akzeptanz

Das Engangement der Sternsinger für die Linderung der Not anderer Kinder in ärmeren Ländern ist nicht nur eine Ininitiative von Kirchgemeinden - der Einsatz dafür findet auch Beachtung in den öffentlichen Ämtern der Region. So ist es über die Jahre hinweg eine gute Tradition, die Verwaltungsgemeinschaft sowie die Bürgermeisterämter zu besuchen, wie hier eine Gruppe auf dem von Foto 2008 bei der langjährigen VG-Vorsitzenden Karin Präßler.




Fleißige Hände

Auch das gehört zur Aktion der Sternsinger: das „Outfit“ der Kinder bedarf alle Jahre wieder einer intensiven Vorbereitung. Neue Stücke nähen, aus- und verbessern, bügeln. Heidrun Rzehak sorgte über die Jahre hinweg stets für ein gutes Aussehen der Sternsinger.

Ganz wichtig: das leibliche Wohl aller Beteiligten. So hat sich stets ein „Tross“ gefunden, der sich das zur Aufgabe macht. Wenn die Gruppen vormittags unterwegs sind, gibt es ein Mittagesen nach dem Abschluss, sind sie nachmittags unterwegs, gibt es dann einen spätnachmittäglichen Imbiss.









Kleine Belohnung (rechtes Foto): Die Gruppen befanden sich nicht nur im „Wettbewerb“ in der Höhe des Sammel-Ergebnisses - sicherlich auch in den zugesteckten Süßigkeiten bei den Hausbesuchen. Gerecht wurde alles zusammengetragen und aufgeteilt.




Spannend: der Kassensturz

Eines ist stets für die Gruppen und das gesamte Team jedesmal eine ganz wichtige Angelegenheit: das Leeren der Sammelbüchsen! Wobei es an einen ungeschriebenen Wettbewerb zwischen den Gruppen grenzte, welche Gruppe bringt welchen Betrag in das Gesamtergebnis ein. Es wurde immer mit Spannung erwartet und erzeugte mit Sicherheit auch das Gefühl, Teil eines wertvollen Dienstes zu sein. Dies umso mehr, weil die Sammelergebisse dank der steigenden Beteiligung kontinuierlich stiegen und im Jahr 2020 insgesamt 3.500 € betrugen!




Rückkehr der Sternsinger

Der feierliche Abschluss einer jeden Aktion war der gemeinsame Gottesdienst mit der Gemeinde, mal am gleichen Tag oder dann am nächsten Sonntag als Abschluss der Sternsingerwoche.


Nocheinmal wird das Anliegen der jeweiligen Aktion aufgegriffen, verbunden mit dem Dank des Einsatzes und für ein gutes Gelingen.


Damit schließt sich der Kreis vom ersten Zusammentreffen in der Vorbereitung bis zum Abschluss - wie der Kreis um den Altar zum Abschlussgottesdienst mit Pfarrer Thomas Hajek 2012.




*  *  *


ZURÜCK INS HEUTE:


HERZLICHEN DANK!


Der Einsatz vieler Kinder und Helfer ist die eine Seite, die andere sind die vielen Spenderinnen und Spender, die mit ihrer Bereitschaft vielen bedürftigen Kindern weltweit über die Projekte des Kindermissionswerkes Hilfe zuteil werden lassen. Deshalb an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für die Spendenbereitschaft!


In diesem Jahr ist und war Vieles anders, viele Abläufe mussten neu bedacht und geregelt werden. So bleibt nur zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder Kinder und Helfer sich aufmachen können, Segenswünsche zu den Menschen zu bringen und Hilfe für bedürftige Kinder über das Kindermisionswerk weitergeben zu können.

Eine gute Zeit bis dahin!


Mögen noch recht viele Sternsinger-Segenssprüche auf dieser Ziegelwand verewigt werden können! (Foto: Christoph Kern 2021)

DIE STERNSINGER VON ST. JOSEF IM SHK

175 Jahre

Kindermissionswerk

in Deutschland

GEMEINSAM IM KINDERMISSIONSWERK IN DEUTSCHLAND

Das Mädchen

Auguste von Sartorius

aus Aachen

WISSEN

Wie alles 1846 mit einem Mädchen aus Aachen begann

Portal

www.sternsinger.de

Nach oben (übergeordnet)Fotos & grafische Elemente mit digitaler Bearbeitung Ludwig Krafczyk, unter Verwendung freier Symbole von sternsinger.deIhre Anfrage per Email

2002 965 €  2005 1.120 €   2008 1.625

2012 2.050 €   2017 2.478 €   2019 3.183

2020 3.500 €   2021 3.400

CHRISTEN

gemeinsam

im Zeichen von

KREUZ

BIBEL

&

BEKENNTNIS


ÖKUMENE

IM HOLZLAND

DAS STERSINGER-TEAM SAGT DANKE FÜR 3.400 € AN SPENDEN!

KASSENSTURZ

Ergebnisse der Aktionen - eine Auswahl

DIE AKTION 2021